Standards für das Fach Englisch

Standards für das Fach Englisch

für den Erwerb des Mittleren Bildungsabschluss (FOSR) in den Klassen BGS und BFS

(gem. Protokoll der Fachleiter-Dienstbesprechung vom 02.12.2008)

Im Interesse der SchülerInnen, aber auch im Sinne der Lehrkräfte, die mit den Lernenden nach dem Erhalt ihrer Fachoberschulreife innerhalb des BKM weiterarbeiten, ist es sinnvoll, nachfolgend aufgezeigte Standards in Bezug auf die Fremdsprache Englisch umzusetzen, damit die SchülerInnen erfolgreich darauf aufbauen können. Das verhindert massenhaftes Scheitern in der weiteren schulischen Ausbildung (und Probleme in der Ausbildung im Dualen System) und hilft auch den Lehrkräften in den weiterführenden Klassen, da der Anteil von Lernenden, die den Anforderungen nicht gewachsen sind, gesenkt wird.
Im Hinblick auf die nachfolgend aufgelisteten Kompetenzen, die erforderlich sind, um in der Höheren Berufsfachschule für Technik am BKM erfolgreich den Weg zur FHR zu beschreiten, ist eines klar: Nicht alle der hier aufgeführten Kompetenzen können in einem Jahr der BGS oder in den zwei Jahren des BFS erreicht werden, und zwar vor allem deshalb nicht, weil ein entscheidender Aspekt dieser Schulform darin besteht, berufliche Grundbildung zu vermitteln. Der Erwerb von höher qualifizierenden Schulabschlüssen ist - das zeigt auch die Stundentafel mit der entsprechend zurückhaltenden Ausrichtung auf Fächer wie Deutsch, Englisch etc. - nur ein zweiter Aspekt. Dennoch muss gewährleistet sein, dass nur solchen SchülerInnen ein Mittlerer Bildungsabschluss zugesprochen wird, deren Voraussetzungen aus den abgebenden Schulen und die Fortentwicklung innerhalb des BKM-Bildungsganges so vorteilhaft waren, dass sie die nachfolgenden Anforderungen auch wirklich meistern können und es verdienen, in ihren Leistungen als „befriedigend" oder besser bewertet zu werden. Ist das nicht gewährleistet, werden die Abbrecher-Quoten in der Höheren Berufsfachschule und auch in den Klassen des Dualen Systems auf hohem Niveau liegen; die SchülerInnen werden zur Belastung für besser qualifizierte Lernende in den weiterführenden Klassen, Binnendifferenzierung und auch individuelles Fördern stoßen an organisatorische und pädagogische Grenzen. Solchermaßen schwache SchülerInnen mit FOSR disqualifizieren die Arbeit in den Klassen von BGS und BFS außerdem in unangemessener Weise.
? Hieraus ergeben sich zwei Handlungsstrategien, die - trotz oftmals in verschiedenster Weise erschwerter Unterrichtsumstände - in Kombination unbedingt verfolgt werden müssen:
1. Zur Verfügung stehende Lernzeit muss möglichst effektiv genutzt werden, um den nachfolgenden Kanon angestrebter Kompetenzen, auf den Realschüler mit FOSR und Schüler mit HSA 10B oftmals in mehr oder weniger umfassender Form zurückgreifen können, so gut wie möglich zu vermitteln, zu aktualisieren oder zu vervollständigen.
2. Eine Vergabepraxis, die Sozial- und Individualnorm nicht überproportional betont, sondern mehr auf die vom Ministerium definierten Kompetenzerwartungen ausgerichtet ist, muss ausschließen, dass ein FOSR-Zeugnis den Zugang zu höher qualifizierenden Bildungsgängen gestattet, ohne dass geeignete Grundlagen vorhanden sind. Die Sachnorm, ohne die eine Abstufung zwischen HSA 10 A und FOSR völlig sinnlos ist, muss ins Auge gefasst werden.
Als Orientierung sollen die nachfolgend aufgeführten Kompetenzerwartungen dienen, die den ministeriell definierten Kompetenzerwartungen für die Klasse 10 der Realschule entsprechen und für das BKM in einigen Punkten gestrafft, in anderen Punkten genauer ausgeführt wurden.

Essen, 24.02.2009   Dr. Bernd Leiting


Kommunikative Kompetenzen

Hörverstehen und Hör-Sehverstehen

Die Schülerinnen und Schüler können Äußerungen und Hörtexte bzw. Hör-Sehtexte über Themen ihres Interessen- und Erfahrungsbereichs sowie über Themen von gesellschaftlicher Bedeutung verstehen und dabei ausgewählte Hauptaussagen und Einzelinformationen entnehmen, wenn deutlich gesprochen wird.
Sie können

Sprechen: an Gesprächen teilnehmen

Die Schülerinnen und Schüler können sich in unterschiedlichen Situationen des Alltags an Gesprächen beteiligen und sich zu Themen und Inhalten ihres Interessen- und Erfahrungsbereichs sowie zu Themen von gesellschaftlicher Bedeutung äußern.
Sie können

Sprechen: zusammenhängendes Sprechen

Die Schülerinnen und Schüler können zu Themen und Inhalten ihres Interessen- und Erfahrungsbereichs und zu Themen von gesellschaftlicher Bedeutung weitgehend zusammenhängend sprechen, d.h. beschreiben, darstellen, berichten, erzählen, zusammenfassen und bewerten.
Sie können

Leseverstehen

Die Schülerinnen und Schüler können weitgehend selbstständig umfangreichere Texte aus Themenfeldern ihres Interessen- und Erfahrungsbereichs sowie aus Themenfeldern von gesellschaftlicher Bedeutung verstehen. Sie können dabei gezielt textinterne Informationen und externes Wissen heranziehen.
Sie können

Schreiben

Die Schülerinnen und Schüler können weitgehend selbstständig zusammenhängende Texte zu Themen ihres Interessen- und Erfahrungsbereichs sowie zu Themen von gesellschaftlicher Bedeutung in beschreibender, berichtender, erzählender, zusammenfassender und argumentativer Form verfassen.
Sie können

Sprachmittlung

Die Schülerinnen und Schüler können in Alltags- und Begegnungssituationen schriftliche und mündliche Äußerungen bzw. Texte in der jeweils anderen Sprache so wiedergeben, dass ein nahezu durchgängiges Verständnis gesichert ist, vorausgesetzt, ihnen steht hierfür ausreichend Zeit zur Verfügung.
Sie können

Interkulturelle Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein grundlegendes Orientierungswissen zu ausgewählten Aspekten englischsprachiger Lebenswelten. Sie können Werthaltungen und Einstellungen aus Einzelbeobachtungen und Erkenntnissen ableiten und kritisch hinterfragen. Sie beachten kulturspezifische Konventionen in Begegnungssituationen des Alltags mit native speakers.

Orientierungswissen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein grundlegendes Orientierungswissen zu den folgenden Themenfeldern:

Werte, Haltungen und Einstellungen

Die Schülerinnen und Schüler können

Handeln in Begegnungssituationen

Die Schülerinnen und Schüler können in Begegnungssituationen im eigenen Umfeld, auf Reisen oder in Telefongesprächen gängige kulturspezifische Konventionen (u. a. Höflichkeitsformeln) beachten.

Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachliche Korrektheit

Aussprache und Intonation

Die Schülerinnen und Schüler können Aussprache- und Intonationsmuster weitgehend korrekt verwenden - möglicherweise auch mit Akzentfärbung.
Sie können

Wortschatz

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über einen ausreichend großen Wortschatz, um sich zu ihrer persönlichen Lebensgestaltung, zu Themenfeldern ihres Interessen- und Erfahrungsbereichs sowie zu Themenfeldern von gesellschaftlicher Bedeutung auch differenzierter äußern zu können. Sie können produktiv und rezeptiv einen funktionalen und thematisch erweiterten Grundwortschatz im Allgemeinen angemessen und routiniert anwenden, bei der Beschäftigung mit weniger vertrauten Themen und Situationen kommen jedoch gelegentlich noch Fehler vor.
Dies gilt für

Grammatik

Die Schülerinnen und Schüler können im Allgemeinen ein gefestigtes Repertoire verwendungshäufiger grammatischer Strukturen einsetzen. Zwar kommen Fehler vor, aber es bleibt klar, was ausgedrückt werden soll.
Die Schüler können die meisten der folgenden Bereiche der Grammatik in angemessener Weise anwenden:

Orthographie

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Orthographie eines funktions- und themenbezogenen Wortschatzes und haben die grundlegenden orthographischen Gesetzmäßigkeiten weitgehend automatisiert.
Sie können

Methodische Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können ein grundlegendes Inventar von Lern- und Arbeitstechniken in der Regel routiniert für das selbstständige und kooperative Lernen nutzen. Sie können dabei verschiedene Medien (u. a. die digitalen Medien) für unterrichtliches und außerschulisches Lernen einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler können Lerngelegenheiten gezielt nutzen, die sich aus dem Miteinander von Deutsch, ggf. Herkunftssprache sowie Englisch als erster Fremdsprache ergeben.

Hörverstehen und Leseverstehen

Sie können

Sprechen und Schreiben

Sie können

Umgang mit Texten und Medien

Sie können

Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen

Sie können